Die Volle Wirklichkeit — Das neue Weltbild des Physikers Burkhard Heim (Vortrag) — Das Gottesbeweis-Gedicht – Teil II

…und natürlich auch vom verneinenden Pfad her führen alle Wege ins Absolute (sonst wäre das Absolute ja nicht absolut):

Ich habe mir schon einmal überlegt, ob es einen Gott geben könnte.Ich denke, es könnte keinen Gott geben. oder: Ich glaube, dass es keinen Gott gibt.Ich denke, dass es keinen Gott gibt.Ich denke. Es gibt Gott.Ich denke. Gott ist.Ich bin. Gott ist.

Die letzte Verdichtungsstufe Ich bin. Gott ist. — so schön sie ist — birgt die Gefahr einer fatalen Verdrehung in sich, die es gilt aufzuzeigen. Mit der folgenden, einfach zu verstehenden Darstellung wird der Sachverhalt deutlich:

Die Erkenntnis…

Ich bin. Gott ist.
Sum. Deus est.

…sagt noch nichts darüber aus, ob das Ich und Gott unabhängig voneinander existieren, oder ob es womöglich eine konstituierende Abhängigkeit gibt in eine Richtung oder gegenseitig. Die zentrale Frage lautet demnach: »Existiert der Mensch unabhängig davon, ob es die Existenz Gottes gibt oder nicht?«

Die völlige Losgelöstheit voneinander lässt sich mit dem Zeichen (|) symbolisieren, dann können wir schreiben:

Ich bin. | Gott ist.
Sum. | Deus est.

Der Mensch wäre, wenn diese Annahme zuträfe, somit auf der selben Stufe wie Gott angelangt. Der Mensch wäre zu seinem eigenen Ursprung geworden. Dies einfach deshalb, weil er, der Mensch, selber für sich existieren würde, losgelöst und unabhängig von der Existenz eines jeglichen Ursprungs. Der Mensch könnte (und müsste!) auf dieser Stufe der eigene Schöpfer seines ganzen Weltalls sein.

Bildquelle: http://kosmos2012.hu-berlin.de/

Wer von uns Menschen kann das? Wer von uns Menschen hat genug klare Gedanken, dass bei einem solch wichtigen Schöpfungsprozess absolut keine Ich-bezogenene, egoistischen Absichten mitschwingen würden? Da der Mensch und seine erfahrbare Welt um ihn herum jedoch beide eines (noch) unbekannten/unbeschreiblichen Ursprungs entspringen und von diesem unablässig unterhalten/am Leben erhalten werden, muss richtigerweise gelten: Der Mensch wäre ohne die Existenz seines Ursprungs selber ebenso nicht-existent, da der Mensch sich nicht aus dem Nichts erschaffen kann (creatio ex nihilo). Würde der Mensch sich aus dem Nichts selber erschaffen können, wäre er selber das Unaussprechliche Wunder der Entstehung seiner Selbst.Darum führe ich den folgenden Gottesbeweis ein, der die Symbolik vom Ursprung zum Menschen aufzeigt:

Aus der Perspektive des Individuums:

Ich bin. ← Gott ist.
Sum. ← Deus est.

Aus der Perspektive des Absoluten:

Gott ist. → Ich bin.
Deus est. → Sum.

Bringen wir zusätzlich nun auch den Aspekt des Irrtums in unsere Überlegungen, dann heisst dies stringent bedacht für die an der Physis (am Körperlichen) anhaftende Naturwissenschaft:

Ich irre, also bin ich — Fallo, ergo sum.

Ich irre. Ich bin. — Fallo. Sum.

Ich irre. Gott ist. — Fallo. Deus est.

Das heisst: Selbst wenn diese hier geschriebenen Erkenntnisse selber Irrtümer wären. Gott ist.

Eine Spiralgalaxie wird von einer diffusen Hülle aus Gas umgeben.

Bildquelle: http://www.weltderphysik.de/

Solange wir nicht bis zum Absoluten vorgestossen sein werden, begleiten Fehler und Irrtum immer unser Leben. Die sinnvolle Folge daraus: Unsere Erfahrungen lassen uns daran wachsen und reifen. Darum ist der folgende Schluss nicht einmal so verwegen:

Ich bin. Ich irre. — Sum. Fallo. (Gültig für unser aktuelles Dasein.)

Haben wir mal alle diese Mosaiksteine auf dem Tisch ausgelegt, so wird das entstehende Gesamtbild — Das Gottesbeweis-Gedicht — einleuchtend und sichtbar:

Das Gottesbeweis-Gedicht
Von Andreas Witschi

Was immer ich denke,
Und was immer ich aufgrund meines freien Willens nicht denken will;

Was immer meine Augen erblicken,
Und wann immer meine Augen sich verschliessen vor dem Wunder;

Wohin mich suchender Mensch meine Pfade auch hinführen,
Und wie weit wegreissend fremde Ströme mich verführen;

Gott existiert.

GOTT IST — GOTT IST DIE LIEBE — DIEU EST AMOUR — DEUS AMOR EST — DEUS EST

Unabhängig meines Denkens,
Unabhängig meiner Wege.

Ohne Gott gibt es keinen Menschen,
Ohne Gott kann kein Mensch Gott denken,
Ohne Gott ist Gott nicht denkbar;

Gott ist denkbar,
Gott ist!

Wirklich seiend und ursächlich,
Und nicht nur in unseren Gedankengängen.

In der Zunft der (Quanten-)Physiker waren Burkhard Heim und andere zum Glück nicht die einzigen, die in diese Richtung fühlten und dachten; so sagte Werner Heisenberg:

Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch.
Aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.

und von Blaise Pascal ist bekannt:

Es gibt nur zwei Arten von Menschen, die man vernünftig nennen kann:
die, die Gott von ganzem Herzen lieben, weil sie ihn kennen,
und die, die ihn von ganzem Herzen suchen, weil sie ihn nicht kennen.

Bildquelle: http://i1.cpcache.com/

Mit der Konturierung der Seinsschichten des Menschen (nicht bloss als aufgeschichtet, sondern als ineinander verschränkt = als ineinander wirkend und beeinflussend zu verstehen) hat Burkhard Heim innerhalb der naturwissenschaftlichen Herangehensweise wichtige Fundamente gelegt, die das Verständnis fördern, wie z. B. Homöopathie, Radiästhesie aber auch «paranormale Phänomene» erklärbar sind. Streng argumentiert gibt es jedoch nichts «Paranormales», denn sobald eine Wirkung im Hier und Jetzt manifest werden kann, muss sie bereits als normal gelten. Andernfalls wäre ihre Erscheinung widernatürlich, weil sich schlicht nichts ausserhalb der herrschenden Naturgesetze manifestieren kann.

Die Auflösung des Paradoxons ist einleuchtend: Der Kosmos bietet mehrere, voneinander getrennte Normalitäten, die neben anderen Normalitäten liegen, für deren Erscheinung (Herabreichung aus dem Ursprungsraum über die Informations- und Struktur-gebenden Ebenen in die Erfahrungsräume) andere Wahrscheinlichkeitsmuster (= Naturgesetze) gelten können. Fazit: Der Kosmos belebt eine Schar von Universen, Weltenräumen, die je ihre eigenen Weltalter und ihre eigenen Natur«konstanten» haben.

Mit Postmortale Zustände? erschien 1980 eine wichtige Schrift, in der Burkhard Heim der Frage des Verbleibs des Persönlichkeitskern (der Persona) nach dem körperlichen Tode nachgeht. Da die Hochbeschleuniger-Experimente den 12 Dimensionen aufweisenden Raum bestätigen, darf als erfahrbares und erlebbares Faktum gelten, dass Heims Schluss zutrifft, der geistige Persönlichkeitskern des Menschen sei unsterblich und «lebe» nach dem Verlassen seines physischen (= physikalischen, körperlichen) Todes weiter. Dabei werden alle wichtigen gemachten Lebenserfahrungen des Individuums in einen den mentalen Ebenen offen zugänglichen Speicher geschrieben. Dieser Speicher nennt Burkhard Heim das Noogramm; Rupert Sheldrake nennt ihn das Morphogenetische Feld. Dieser Erfahrungsschatz steht allen Menschen zur Verfügung bei der Verwirklichung ihres nächsten körperlichen Lebens und zeitigt seine Vor- bzw. Rückwirkung darauf.

Da alle in der diesseitigen Welt gemachten Erfahrungen Auswirkungen auf das ganze Spektrum der Lebens- und Erfahrungsaufzeichnung (Noogramm) haben, postuliert Burkhard Heim folgerichtig mit seinem — weit über das nur materielle hinausweisenden Weltblick (Blick für das Leben) —, dass es von zentraler Bedeutung ist, wie bewusst das Individuum sein Dasein lebt und wie sinnvoll der Mensch es ausfüllt.

Es kommt demnach darauf an, wie qualitativ die Lebewesen den Erfahrungsspeicher — die Allmend aller gemachten Erfahrungen — bereichern, aufwerten, anheben (oder im ungünstigen Falle entleeren, absenken).

Im »Hierleben« in der diesseitigen Erfahrungswelt werden also bereits Richtungsweichen gestellt, wie der sich in den mentalen Bereich zurückgezogene Persönlichkeitskern seine Existenz während des raum- und zeitlosen »Dortseins« im körperlosen Bewusstseinsgebiet gestalten wird — und weiterführend im umgekehrten Sinne im Falle einer neuerlichen Verkörperlichung in eine bestimmte, stoffliche, Zeit und Raum unterliegende Welt, die unter der Schar vorhandener Erfahrungsräume im Kosmos im Sinne einer zielführenden, entelechialen Erfahrungserweiterung zur Verfügung stehen wird, usw.

Dieser wiederkehrende Zyklus des Zurückziehens in die Geistige Welt und des Ausdehnens in die energetisch-materielle Raumzeit vollzieht sich solange, bis der dafür reif gewordene und voll entwickelte Mensch den Ausgang aus der Schar vergänglicher Weltenräume in die ewige Transzendenz gefunden haben wird. Diese Deutung der Kernaufgabe unseres Hierseins wird ebenfalls von den offenbarten Vedischen Schriften gelehrt.

Albert Einstein ist es mit der Speziellen und später mit der Allgemeinen Relativitätstheorie gelungen, die Wirkmechanismen in der 4-dimensionalen Raumzeit schlüssig zu beschreiben. Damit wurde auf einen Schlag «alles»— zum Glück nur innerhalb dieser kleinen „Welt“ — «relativ» erklärt.

Burkhard Heim hat auf den Erkenntnissen Albert Einsteins aufgebaut und mit der Erschliessung eines 12 Dimensionen aufweisenden Hyperraums das Verständnis dafür geschaffen, dass es neben der Immanenz den Bereich der Transzendenz gibt, was beides zusammen Die Volle Wirklichkeit umfasst. Die Heimsche Theorie liesse sich somit in wortspielerischer Anspielung auf die Einsteinsche Relativitätstheorie auch als die Heimsche Absolutheitstheorie auffassen.

Bildquelle: http://www.spektrum.de/

Aufgrund dieses in diesem Impuls-Beitrag dargelegten Überblicks schliesse ich konsequenterweise:

Wenn überhaupt von einem «Gottes-Teilchen» gesprochen werden kann, dann wohl kaum vom «Gottes-Teilchen» in den monströsen, zerstörerischen Maschinen der Hochenergiebeschleuniger… — Nein, die »Gottes‘ Teilchen«, von denen ich spreche, sind wir Menschen, denen der Lebenszweck mitgegeben ist, zu Gott zurück zu finden.

Möge das Wissen und Bewusstsein über dieses Zurückfinden sich voll ausbreiten.

+Andreas Witschi+
Bremgarten, 30. Juli 2009- auf den Text des initiative vernunft Impuls-Beitrages Nr. 30:
http://initiativevernunft.twoday.net/stories/5847485/

– auf den Vortrag (die PDF-Datei):
http://static.twoday.net/initiativevernunft/files/iv030-Vortrag-Das-Neue-Weltbild-des-Physikers-Burkhard-Heim.pdf

– auf die Kurz-URL (für mündliche Weiterempfehlungen gut geeignet):
http://tinyurl.com/iv030Heim

Danke für Ihre Mithilfe!

Der Vortrag als Video-Mitschnitt

> Die Volle Wirklichkeit — Das neue Weltbild des Physikers Burkhard Heim (Video-Mitschnitt)
Von Andreas Witschi, initiativevernunft.twoday.net
Dauer: 1:20 Std.

http://initiativevernunft.twoday.net/

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